Transgenerationale Online-Abende

Jeden 1. und 3. Freitag im Monat, 20:30 – 22:00 Uhr
Nächste Termine: 07.10.2022, 21.10.2022

Die Termine können einzeln besucht werden.

Wir alle wurden geprägt von den Menschen, bei denen wir aufgewachsen sind und auch diese wurden ihrerseits geprägt durch ihre Herkunftsfamilien. So werden von Generation zu Generation im Guten Werte und Fähigkeiten „vererbt“, die uns ein tragfähiges Fundament und Rückenwind bieten können. Genauso tragen wir aber auch die unverarbeiteten Wunden und Lasten unserer Vorfahren mit uns herum. Diese zeigen sich z.B. wenn wir unseren eigenen Weg gehen wollen, uns dies aber nicht gelingen will, oder in Krisenzeiten, wenn in uns etwas angesprochen wird, das wir gar nicht selbst erlebt haben.

Vielleicht haben wir von unseren (Ur-)Großeltern, die den Krieg miterlebt haben, erfahren, wie sehr sie sich selbst und wie sehr sich ihr Blick auf die Welt durch Hunger oder erwartete, erlebte, beobachtete oder selbst verübte Gewalthandlungen verändert haben. Letzteres ist ein Tabu und über die ganz schweren Sachen wird fatalerweise meist sowieso nicht geredet, sondern sich aus verschiedenen Gründen ausgeschwiegen. Dies schwebt dann schwer greifbar wie ein Nebel über dem Zuhause und den Beziehungen in Familien.

Angst, Panik, Verlorenheit, Depression, Orientierungslosigkeit, Wut, Selbstzweifel, Resignation – Gefühle und Zustände, die bei Kriegstrauma, Vertreibung, Flucht, systemischer Gewalterfahrung in der DDR usw. als gesunde Reaktionen auf z.T. unvorstellbares Leid auftreten, tauchen so (viele) Jahre später in der Kinder-, Enkel- und Urenkel-Generation auf und dann ist es an uns, den Faden aufzunehmen und neuzuspinnen oder abzulegen.

So wird es möglich, ganz bei sich selbst in der Gegenwart anzukommen und den Schatten der Vergangenheit, die noch immer bis in die Zukunft ragen, mit Verständnis und Abgrenzungsvermögen zu begegnen. Oft wird es erst so möglich, die Weitergabe von Ohnmacht und Gewalt zu durchbrechen. Ich glaube, in Zeiten wie diesen brauchen wir genau das.

An diesen Online-Abenden wird es Raum geben, Zusammenhänge in der eigenen Familie zu erkennen und Lösungsansätze für das eigene Leben zu entwickeln.

Inspiriert wird die Arbeit vorrangig von systemischer Aufstellungsarbeit verschiedener Richtungen, Michaela Huber (Traumatherapeutin, Ausbilderin, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes), Peter A. Levine (Somatic Experiencing), Quantenheilung (im Speziellen: herzfeldmagie, 2016 von mir entwickelt und in Ausbildungen weitergegeben) und innerwise (Heilsystem von Uwe Albrecht).

Teilnahme via zoom.

Kosten: 30 Euro

Anmeldung und Fragen: kontakt@claudia-rienaecker.de