Trauma

Ich begleite Menschen, die etwas „zu verkraften“ haben.

Dabei geht es mir darum Unterstützung zu leisten und Werkzeuge an die Hand zu geben:

  • zur Stabilisierung der inneren Zustände und äußeren Umstände
  • zur Beruhigung des Nervensystems
  • zum (Wieder-)Beleben von Selbstannahme und ggf. zur stabilen Abgrenzung gegenüber inneren Täteranteilen
  • zum Umgang mit und der Reduzierung von Flashbacks
  • zum Integrieren der belastenden Erfahrung(en)
  • zur Formulierung und Etablierung von neuen Visionen.

Manchmal sind es die Traumata unserer Vorfahren, die uns (zusätzlich) belasten. Darum widme ich mich in meiner Arbeit auch transgenerationalen Traumatisierungen und der Einordnung dieser in den aktuellen Lebenskontext meiner Patient*innen und Klient*innen.

Spiritualität kann eine große Ressource in der Verarbeitung von traumatischen Erfahrungen sein, auf die ich gerne eingehe. Mir ist es wichtig, nicht auf toxic positivity „hereinzufallen“, also der Idee auf den Leim zu gehen „wenn du nur positiv genug denkst, ist alles ok“. Oder noch schlimmer: „Wenn es dir jetzt nicht gut geht mit etwas, dann hast du wohl nicht positiv genug gedacht“. Das führt natürlich zur Induktion von Schuld und Scham, was ein Mensch mit Trauma-Erfahrung am allerwenigsten gebrauchen kann. Des Weiteren halte ich es für wichtig, keine Täter-Opfer-Umkehr (victim blaming) zu betreiben („das hast du dir selbst geschöpft“). Die Fragen, die sich mir hier stellen sind: Wie kann Selbstverantwortung im Kontext von Trauma gedacht werden? Wie kann ich aus der Hilflosigkeit, einem (berechtigten) Gefühl des Opfer-Seins in eine (neue) Selbstwirksamkeit finden und das Erlebte in die eigene Geschichte integrieren.

Ich arbeite ressourcenorientiert und lösungsfokussiert und weiß darum, dass auch das Schwere seinen Platz braucht. Dabei schätze ich die Kraft des Dennoch (Hilde Domin) und die „Trotzmacht des Geistes“ (Viktor Frankl).